(Jg. 1966)
Porträt:
Andreas Fliedner lebt seit 1988 – mit Unterbrechungen – in Berlin. Vor dem Studium der Religionswissenschaft, Philosophie und Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der FU Berlin hat er sich in den Jahren 1992–1996 vorwiegend mit Theaterarbeit beschäftigt. Weit über diese Arbeit hinaus ist sein Umgang mit Texten von der Zusammenarbeit mit dem Berliner Regisseur Christian Bertram geprägt worden, dessen Assistent er war. An der Universität beeindruckten ihn besonders die Begegnungen mit Hartmut Zinser am religionswissenschaftlichen
Institut und mit dem Kirchengeschichtler und katholischen Theologen Michael Fiedrowicz. Obwohl er Agnostiker ist, stellt er immer wieder fest, dass sein Denken da, »wo es in glücklichen Momenten gewisse Ansätze von Tiefenschärfe gewinnt, von Begriffen abhängt, um Begriffe kreist, die religiöse Begriffe sind oder zumindest ihre volle Bedeutung nur vor einem religiösen Horizont entfalten«. Ich glaube, bekennt er, »dass das, was ich tue oder worüber ich nachdenke, zu einem gewissen Teil damit zu tun hat, dieses Phänomen zu verstehen oder einfach nur darauf zu reagieren«.
Veröffentlichungen u.a.:
Rezension von: Das Testament des Abbé Meslier. Die Grundschrift der modernen Religionskritik, Osnabrück 2005, in: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte, Heft 3/2007;
Übersetzungen u.a.: Terry Eagleton / Graham Ward, Die Janusköpfigkeit der gewalttätigen Liebe Gottes, in: FUGE, Bd. 2: Profane Zumutungen, Paderborn: Schöningh, 2008, S. 73–87 (aus dem Englischen); Jean-François Kervegan, Jenseits der Demokratie, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Heft 2/2008, S. 223–243 (aus dem Französischen); J.-K. Huysmans, Tagebuch von Unterwegs, in: FUGE, Bd. 3 (a. a. O.); Galen Strawson, Episodische Ethik, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 56 (2008) 5, 651–675.
Andreas Fliedner hat zu folgenden Ausgaben der FUGE beigetragen:
Beitrag:
Ein Mystiker der Oberflächen
Beitrag:
Persönliche Apokalypse, Angst vor Gott.
Michel de Ghelderode und der Katholizismus
Beitrag:
Die meisten Rebellen sind Paradiessüchtige. Über das Verhältnis von Surrealismus und Religion