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Kurzporträt
Julia Brauch ( Jg. 1972) ist promovierte Politikwissenschaftlerin und habilitiert sich zur Zeit mit einer Arbeit zur Wiederentdeckung der politischen Dimension im Judentum. Sie ist in Südbaden aufgewachsen. In ihrer Jugend, sagt sie, wurde sie stark geprägt von der ländlichen Urbanität und Gastfreundlichkeit im kosmopolitischen Dreiländereck, das Baden mit Frankreich und der Schweiz verbindet. In Jerusalem, wo sie später unter anderem studierte, hat sie die jüdische Streitkultur schätzengelernt. Seit zehn Jahren lebt sie in Berlin, wo sie im Moment am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin lehrt. In ihrer wissenschaftlichen und publizistischen Arbeit lässt sie sich unter anderem von der Frage leiten, in welcher Weise religiöse Überlieferungen und Lebensformen der jüdischen Diaspora die politische Kultur und die Reflexion des Politischen im modernen Staat Israel prägen.
Veröffentlichungen u.a.:
Nationale Integration nach dem Holocaust. Israel und Deutschland im Vergleich, Campus: Frankfurt am Main, 2004;
Jewish Topographies – Visions of Space, Traditions of Place, hg. von Julia Brauch et al., Aldershot: Ashgate, 2008
Julia Brauch hat zu folgenden Ausgaben der FUGE beigetragen:
Band 1, "Das westliche Dilemma"
Beitrag:
Der Kampf um die Deutung der jüdischen Tradition. Säkulare Begründungen israelischer Staatlichkeit